Sterne

Supernovarest leuchtet in der Nacht

Sehen Sie, wie sich der Riesengeist des Schleier-Nebels am Himmel ausdehnt, ungefähr sechsmal so groß wie der Monddurchmesser.

Die Farben im Schleiernebel weisen unter anderem auf Unterschiede in der Dichte und Temperatur der Elemente hin.

© Hubble / ESA & NASA

Vor etwa 8000 Jahren endete ein Stern in einer riesigen Supernova-Explosion. Die Überreste des Sterns sind jetzt als riesige kosmische Wolke, der Schleier-Nebel, sichtbar.

Der Stern könnte eine Supernova werden, weil die Eisenatome im Inneren nicht zu schwereren Elementen verschmolzen.

Sogenannte Fusionsprozesse beginnen, wenn Wasserstoffatome zusammen Helium bilden, das zu Kohlenstoff wird. Der Stern bildet somit schwerere Elemente. Dabei wird Energie abgegeben, die den Stern wie einen Ballon aufblasen lässt.

Wenn der Stern Elemente verschmelzen muss, die schwerer als Eisen sind, benötigt er dafür externe Energie. Der nach außen gerichtete Prozess stoppt daher, woraufhin die Schwerkraft überhand nimmt und der Kern des Sterns zusammenbricht.

Schockwelle gebildet Schleier-Nebel

Wenn der Stern groß genug ist - mindestens das Siebenfache der Sonnenmasse -, explodiert er kurz nach dem Kollaps als Supernova.

Der Kern wird dabei zu einem ultrakompakten Neutronenstern oder Schwarzen Loch komprimiert und die Überreste werden weggeblasen und enden wie eine Wolke aus Sternstaub: ein Supernovarest.

Die Astronomen glauben, dass der Stern, der als Schleiernebel endete, zuerst einen starken Wind in den Weltraum sandte und dann explodierte.

Dieser Wind erzeugte eine große Blase im interstellaren Gas um ihn herum.

Als die Schockwelle der Supernova-Explosion die Wand dieser Blase traf, entstanden die charakteristischen Formen des Schleier-Nebels.

DAS IST DEINE ARBEIT

  • Sie finden den Schleiernebel Anfang November 30 Grad über dem Horizont im Westen. Der 7. November ist der Neumond, daher gibt es weniger störendes Mondlicht.

  • Sie können den Schleiernebel am besten am frühen Abend sehenDanach zieht er nach Westen und wird tiefer. Um 18 Uhr sieht man den Nebel im Süden und gegen 21 Uhr im Westen.

  • Am Nachthimmel ist der Nebel sechsmal so groß wie der Mond. Mit dem Fernglas sehen Sie die hellsten Bereiche. Das funktioniert am besten, wenn Sie sich an einem dunklen Ort ohne künstliches Licht befinden.

Sterne sterben mit einem Knall

Wenn das Eisen in einem schweren Stern zu schwereren Elementen verschmilzt, wird es von seiner eigenen Schwerkraft überholt und explodiert.

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