Pflanzen

Bloem ebnete den Weg für die Menschen

Eine unschöne Blume hat das Leben auf der Erde stärker geprägt als der riesige Meteor, der die Dinosaurier hinwegfegte. Forscher haben die Pflanze rekonstruiert, der Sie Ihre Existenz verdanken.

Die erste Blume der Welt eroberte die Erde.

© Hervé Sauquet, Jürg Schönenberger, Universität Wien

Vor 140 Millionen Jahren öffnete die erste Blume der Welt ihre zarten Blütenblätter in Richtung der Sonne. Nur 40 Millionen Jahre später bildeten seine Nachkommen 80 Prozent der Pflanzenwelt der Erde.

Ein internationales Forscherteam hat die bislang genaueste Zeichnung der Pflanze angefertigt, die die Ökosysteme unseres Planeten für immer verändert hat.

Geschlechtsorgane an einem Ort

Die Wissenschaftler untersuchten 792 aktuelle Arten von Blütenpflanzen wie Rosen, Gras und Laubbäume.

Sie berechneten unter anderem anhand der DNA, wie die Eigenschaften der verschiedenen Blüten entstanden waren - und welche Eigenschaften die erste Blüte haben musste.

Es stellte sich heraus, dass sich die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane der Blume an ein und derselben Stelle befanden und dass ihre Blätter anstelle einer Spirale getrennte Gruppen bildeten.

Grüne Welt hat Farbe

Die farbigen Blütenpflanzen ersetzten eine Vielzahl primitiver Grünpflanzen, darunter Nadelbäume und Farne.

Sie hatten auch Einfluss auf die Tiere. Insekten wie Bienen und Schmetterlinge profitierten von den Blumen, und auch Vögel und Reptilien blühten in dieser Zeit auf.

Blumen ebneten den Weg für Menschen

Bevor die Blumen ankamen, kämpften unsere Vorfahren heftig mit anderen Säugetierarten.

Als die Blumen die Erde eroberten, zitterten die Ökosysteme und viele Säugetiere gerieten unter Druck. Aber unsere alles fressenden Vorfahren waren vielseitig genug, um diese Krise zu überstehen.

Am Ende brachten die Blumen allen Tieren, die jetzt in der Natur vorkommen, Erfolg.

Selbst der riesige Meteor, der die Dinosaurier ausrottete, konnte diesen Erfolg nicht rückgängig machen.

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