Schon wieder

Seltenes Phänomen friert Europa ein

Durch eine Hitzewelle in 30 Kilometern Höhe gelangten kalte Winde aus Sibirien nach Europa.

Am Montag fand auf dem Petersplatz in Rom eine Schneeballschlacht statt, nachdem es stark geschneit hatte.

© Scanpix

Das Snowboarden und Skifahren fand am Montag in der Touristenattraktion Circus Maximus in Rom statt. In Großbritannien wurden die Schulen geschlossen und die Flüge aufgrund von Schnee abgesagt.

Eine kalte Luftdecke aus Sibirien - das sogenannte Osttier oder der russische Bär - hat diese Woche große Teile Europas in einen Gefrierschrank verwandelt.

Tatsächlich ist die Kälte aber darauf zurückzuführen, dass es anderswo ungewöhnlich warm ist, nämlich in der Luft über dem Nordpol in einer Höhe von 30 Kilometern.

Anfang Februar stieg die Temperatur in dieser Luftschicht innerhalb weniger Tage um 50 Grad.

Dieses Phänomen, das als plötzliche Erwärmung der Stratosphäre bezeichnet wird, führte zu einem Chaos im riesigen arktischen Polarwirbel oder Polarwirbel, das normalerweise dazu führt, dass die Kälte in der Arktis bleibt.

Wärmeaufzeichnung verschiebt kalte Luft nach Süden

Die Erwärmung der Stratosphäre wird durch das ungewöhnlich warme Wetter in der Arktis verursacht.

Im Jahr 2018 lag die Temperatur rund um die Wetterstation am Kap Morris Jesup - einem der Gebiete, die dem geografischen Nordpol am nächsten liegen - insgesamt 60 Stunden lang über 0 ° C.

Damit wurde der bisherige Rekord von 16 Stunden im Jahr 2011 gebrochen.

Als die Temperatur in der Arktis Anfang Februar anstieg, wurde der Polarwirbel gespalten, wodurch die Windsysteme in der Stratosphäre gestört wurden.

Dies führte zu einer niedrigeren Atmosphäre, in der die mächtigen Jetstreams, die einen großen Einfluss auf das Wetter haben, weiter nach Süden kamen und kalte Luft nach Europa eindringen konnte.

Ein starkes Hochdruckgebiet über Skandinavien fungierte als eine Art Sprungrampe für die kalte Luft aus dem Nordosten, die daher ungestört nach Südeuropa gelangen konnte.

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